Der Weg zum Segelflieger bzw. zur Segelfliegerin ist weder lang noch schwer!
Der Flugbetrieb beginnt in der Sommerzeit um 9.00 Uhr. Zuerst einmal müssen die Flugzeuge, die Winde und sonstige Fahrgeräte, wie der Lepo aufs Flugfeld gebracht werden. Nach dem morgentlichen Briefing und dem gründlichen Check vor dem ersten Flug beginnt dann das Segelfliegen.
Als Flugschüler darf man nun den vorderen Platz in unserem Schulungsdoppelsitzer ASK 21 einnehmen. Begleitet wird man vom ehrenamtlichen Fluglehrer, der dem Flugschüler nach und nach die Kontrolle über das Segelflugzeug übergibt. Nicht vergessen sollte man, dass Segelfliegen ein Teamsport ist. Seile hohlen, Flugzeuge zurück schieben oder die Startliste schreiben gehört zu jedermann Aufgabe.
Anfangs lernt man das Segelflugzeug in waagerechter Lage zu halten oder die Geschwindigkeit zu halten. Wer bereits einige Starts absolviert hat lernt nun den Windenstart zu machen oder selbständig zu landen.
Nach ca. 60 – 90 Starts absolviert der Flugschüler dann seinen ersten Alleinflug. Bedenken oder Angst davor braucht aber keiner der Aspiranten zu haben, weil der Fluglehrer dies erst zulässt, wenn er sicher ist, dass der Schüler dazu in der Lage ist. Vorher wurden natürlich auch alle denkbaren Gefahrensituationen (wie z.B. ein Seilriss beim Windenstart oder der Langsamflug) bis zur 100 %-igen Beherrschung geübt.
Mit dem Alleinflug ist die Ausbildung natürlich noch nicht vorbei, sondern geht erst richtig los. Jetzt wird der Doppelsitzer weiter alleine geflogen, um das
Gelernte durch ausgiebiges Üben zu festigen und um mehr Routine zu bekommen. Hat man ca. 15 Starts auf der ASK 21 absolviert wird man auf den Einsitzer Astir CS umgeschult.
Auf dem Astir CS absolviert der Flugschüler jetzt auch seine ersten, längeren Flüge ohne Fluglehrer.
Beherrscht der Flugschüler das Segelfliegen komplett, muss er einen 50 km Flug absolvieren. Ist dieser bestanden und die theoretische Ausbildung abgeschlossen, steht der praktischen Prüfung nichts mehr im Weg. Den Segelflugschein kann man frühstens mit 16 Jahren erhalten. Nun kann der Pilot, nach Sammlung weiterer Flugerfahrung, auf weitere Segelflugzeugmuster, wie den Duo Discus oder die DG 808 umgeschult werden.
Theoretische Ausbildung:
Im Winter kann in unserer Gegend normalerweise nicht geflogen werden. Die Zeit wird dann genutzt um sich auch theoretisch weiterzubilden. Um einen Flugschein machen zu können muss jeder Flugschüler zuerst die theoretische Prüfung bestehen, die aus den Fächern Luftrecht, Technik, Aerodynamik, Meteorologie, Navigation, Verhalten in besonderen Fällen und Menschlichem Leistungsvermögen besteht. Bereitet man sich gut vor, ist die Prüfung von Jedem zu schaffen.
Fazit: Engagiert sich der Flugschüler am Flugbetrieb und erschient regelmäßig, ist eine Flugausbildung innerhalb 2 Jahren durchaus möglich.
Bei Fragen sind wir über das Kontaktformular erreichbar.
Am meisten freut es uns, wenn du einfach mal unseren Flugplatz in Poltringen besuchst.
Ein Schnupperflug ist natürlich im Programm!

